Netzwerk gegen das Vergessen
Statt nur zu reden muss gehandelt werden, das dachten sich Chefärzte verschiedener Krankenhäuser , die tagtäglich in die Behandlung demenzkranker Patienten eingebunden sind. Sie ergriffen jetzt die Initiative und schufen ein Netzwerk aus Diensten, Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden, der Alzheimer Gesellschaft und der Stadt Gelsenkirchen, damit auf diese Weise die diversen Aktivitäten um das Thema Demenz gebündelt werden und neue Impulse gegeben werden können.
Auftakt dieser Zusammenarbeit ist ein Forum unter dem Titel „Lebenswert mit Demenz“, das am Samstag, 2. Oktober zwischen 10 Uhr und 17 Uhr in der Löchterschule, Lasthausstraße 8 in Buer stattfinden. Mit dabei sind nach Auskunft von Dr. Elmar W. Busch, Chefarzt der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie an den Evangelischen Kliniken, neben der Stadt das Diakoniewerk, der evangelische Kirchenkreis, das Mehrgenerationenhaus, der Caritasverband, das St. Josef-Hospital in Horst, das Elisabeth Krankenhaus Erle, das Marienhospital Wattenscheid, die Evangelischen Kliniken, die Alzheimer Gesellschaft, die AWO, die Ambulanten Pflegedienste (APD) und das Infocenter Seniorennetz.
Auftakt ist ein ökumenischer Gottesdienst, an den sich zwei Podiumsdiskussionen anschließen. In der ersten geht es um die Frage, was eine Stadt auszeichnet, in der ein Leben mit Demenz lebenswert ist und welche Schritte dahin bereits in Gelsenkirchen erfolgt sind.
Ist Gelsenkirchen bereits eine Stadt mit Lebensqualität für Demenzkranke? Die zweite Podiumsdiskussion zeigte neue Wohnformen auf, die für Demenzpatienten lebenswert sind. Es wird dabei aber auch gefragt, welche Schritte weiter zu gehen sind, um zu einer demenzfreundlichen Kommune zu werden.
Während des gesamten Tages wird eine Betreuung für Menschen mit Demenz angeboten, damit die Angehörigen sich in Ruhe dem Forum widmen können. Anmeldungen sind deshalb erforderlich unter www.demenzforum.gelsenkirchen.de, hier findet man auch das gesamte Programm des Tages, oder unter der Rufnummer Tel.: 98 22 322.
- Dateien:
Netzwerk_gegen_das_Vergessen.pdf
