Anerkennung geschafft: APD begrüßt fünf neue „Gesundheits- und Krankenpfleger“ aus Serbien

Pilotprojekt gegen Personalmangel zeigt Wirkung – Erste Qualifizierungsrunde erfolgreich abgeschlossen – Im August gehen 15 neue Bewerber aus Serbien an den Start

Gelsenkirchen, im Juli 2017. Das internationale Team der APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH ist um fünf neue Gesundheits- und Krankenpfleger aus Serbien gewachsen: Iren Radenkovic, Nikola Jovetic, Ivana Cukaric, Jelena Cvetkovic Rakic und Aleksandra Stojanovic feierten am Freitag, 14. Juli, zusammen mit den APD-Projektkoordinatoren Björn Schulte und Sabine Gulitz die erfolgreiche Anerkennung ihrer im Heimatland erworbenen Berufsabschlüsse in der APD-Zentrale am Margarethe-Zingler-Platz. Alle fünf konnten direkt einen vollwertigen Arbeitsplatz bei dem Gelsenkirchener Pflegedienst antreten.

Bis zum Jahr 2030 wird jede fünfte Arbeitsstelle im Pflegebereich unbesetzt sein, warnen die Demografie-Experten der Bertelsmann-Stiftung. Die Ausbildungsanstrengungen der APD – zur Zeit lernen im Unternehmen mehr als 50 Frauen und Männer den Beruf des Altenpflegers – reichen allein nicht aus, um dem drohenden Personalmangel langfristig vorzubeugen. Der Bewerbermarkt in Deutschland ist buchstäblich leergefegt. Deshalb brachte APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in Gelsenkirchen und vielen weiteren Partnern im November 2014 die erste Initiative zur Gewinnung von Pflegepersonal in Serbien auf den Weg. Im November 2015 kamen die ersten serbischen Pflegekräfte in Gelsenkirchen an, um mit Hilfe der APD einen Berufsanerkennungslehrgang nach dem Krankenpflegegesetz zu absolvieren und anschließend die Arbeit in Deutschland aufnehmen zu dürfen.

Mit Erfolg Neuland beschritten
„Wir freuen uns, dass nun alle 22 Teilnehmer der ersten Runde die Anerkennung bestanden haben. Die ersten vier anerkannten Fachkräfte stecken sogar schon in der Weiterbildung zur Praxisanleitung“, so Projektleiter Björn Schulte Mitte Juli. Außerdem seien acht weitere Anwärter aus Serbien zwischenzeitlich einzeln in den Anerkennungslehrgang nachgerückt. „Wir haben mit dem Projekt Neuland beschritten, die Mühen wurden mehr als belohnt. Mit den Behörden, unseren Patienten und natürlich unseren neuen Mitarbeitern haben wir nur positive Erfahrungen gemacht.“

Ein vollwertiger Arbeitsplatz
Die 33-jährige Jelena Cvetkovic Rakic freut sich über die langfristige Anerkennung als Pflegefachkraft: „Ich lebe schon seit drei Jahren in Gelsenkirchen, war aber immer nur als Pflegehilfskraft eingestellt. Die APD hat es mir ermöglicht, als vollwertige Fachkraft in Deutschland Fuß zu fassen.“ Ihre Arbeitskollegin Ivana Cukaric (30) sieht viele Chancen in der neuen Heimat: „In Serbien habe ich sieben Jahre als Pflegefachkraft gearbeitet, unter anderem in der Kinderkrankenpflege. Ich bin froh, dass ich nun auch hier meinen Beruf ausüben kann. In Serbien herrscht viel mehr Stress, in Deutschland kann ich meiner Arbeit mit viel mehr Ruhe nachgehen.“

Nächste Runde startet im August
Nach Abschluss der Anerkennung erwartet die neuen Pflegekräfte ein sicherer Arbeitsplatz beim Gelsenkirchener Pflegedienst sowie eine leistungsgerechte Entlohnung nach Empfehlungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. „Ich freue mich, dass alle Absolventen der jetzigen Abschlussrunde auch weiterhin für die APD arbeiten werden“, so Björn Schulte. Momentan bereitet der stellvertretende Pflegedienstleiter und Projektverantwortliche die zweite Qualifizierungsrunde vor. 15 neue Bewerberinnen und Bewerber aus Serbien werden voraussichtlich im August ihren Dienst in Gelsenkirchen antreten.