Fit im Job 2017: APD ruft für Mitarbeiter das „Jahr der Gesundheit“ aus

Betriebliche Gesundheitsförderung schafft Ausgleich zu psychischen und körperlichen Anforderungen im Pflegeberuf – APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau: Mitarbeiter binden und gewinnen durch wertschätzende Arbeitsatmosphäre

Gelsenkirchen, im Februar 2017. Ob im Büro, in Wohngemeinschaften, in der Tagespflege oder ambulant: 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH kümmern sich täglich um die Gesundheit ihrer Patienten. 2017 dreht die APD den Spieß um: Unter dem Motto „Fit durch den Job“ startete einer der größten privaten Pflegedienste Deutschlands eine in dieser Branche beispielhafte betriebliche Förderkampagne für Mitarbeitergesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Zu „Fit durch den Job“ gehören neben ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen, dem täglichen Obstkorb im Büro und einer Kooperation mit den Arbeitsmedizinern vom MediTÜV ab sofort kostenfreies Training für alle APDler im Schalker Sportpark und speziell abgestimmte Nichtraucherkurse. APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau: „Wer gute Pflege anbieten will, braucht gute und motivierte Pflegekräfte. Ihr Wohlergehen liegt uns am Herzen. Sie haben Anspruch auf Wertschätzung und eine motivierende Arbeitsatmosphäre. Nur damit kann es gelingen, die Mitarbeiter noch stärker an unser Unternehmen zu binden und in Zeiten des explodierenden Bedarfs neues Personal zu gewinnen.“ Google lässt grüßen – auch in Gelsenkirchen.

Vielfältige Gesundheitsrisiken
Die Arbeit in der Pflege ist körperlich und geistig anspruchsvoll. Ohne einen passenden Ausgleich und gezielte Vorsorge kann die Gesundheit auf Dauer Schaden nehmen. Nach Angaben der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) besteht für Berufstätige in der Pflege ein erhöhtes Risiko physischer und psychischer Beeinträchtigungen. Muskel- und Skelett-Erkrankungen (MSE) sowie psychische Belastungen zählen zu den wichtigsten Gesundheitsrisiken. Die Arbeitsunfähigkeit aufgrund von MSE ist bundesweit deutlich höher als im Durchschnitt aller Beschäftigten. Schlafstörungen, Depressionen oder Burnout-Syndrom treten in Pflegeberufen um fast 50% häufiger auf. Die hohe Stressbelastung wird als eine Ursache dafür gesehen. Die Zahl der krankheitsbedingten Frühberentungen in den Pflegeberufen liegt nach Zahlen des Statistischen Bundesamts deutlich über dem Durchschnitt der anderen Gesundheitsdienstberufe.

Riesenresonanz bei Rauchfrei-Kursen
Folgerichtig legt die APD die Schwerpunkte der betrieblichen Gesundheitsförderung auf die Themen Stress und körperliche Leistungsfähigkeit. Bereits im Januar sagte das Unternehmen dem Glimmstängel mit Hilfe der Sozialtherapeutin und Rauchfrei-Trainerin Barbara Hölscher-Wiezorrek den Kampf an. Die Resonanz auf das Angebot überraschte selbst die Expertin. Aus dem Stand kamen zwei Rauchfrei-Kurse mit jeweils rund 20 Teilnehmenden zustande. Nach der Seminarphase, die durch persönliche Telefontermine vertieft wird, hält ein gestaffeltes Belohnungssystem mit attraktiven Preisen die Motivation hoch. Wer es zum Beispiel 100 Tage ohne Nikotin schafft, darf bei einer Einladung in die Gelsenkirchener Salzgrotte „mal wieder richtig durchatmen“.

Kostenfrei im Schalker Sportpark trainieren
Bot der Nichtraucherkurs schon Gesprächsthema in den Büros und Aufenthaltsräumen der APD, so heizte die Einladung in den Schalker Sportpark den Flurfunk an der Pastoratstraße 1 und in den vier Wohngemeinschaften noch einmal richtig an. Die Teilnehmer der ersten Infoveranstaltungen erzählten die Nachricht brühwarm an die Kollegen weiter: Ab sofort sind alle 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegediensts eingeladen, in dem beliebten INJOY  Sports- und Wellnessclub zu trainieren. Die Rechnung zahlt die APD, übrigens auch für Auszubildende und Jahrespraktikanten der APD. Der stellvertretende Pflegedienstleiter Björn Schulte hat das betriebliche Gesundheitsmanagement gemeinsam mit der Geschäftsführung und INJOY-Chef Martin Rinke aus der Taufe gehoben: „Warum sollen wir jemand ausschließen? Das sind doch unsere Mitarbeiter von morgen!“ Unter dem Motto „Von Profis für Profis“ werden die Fitness-Interessierten im Studio von qualifizierten Coaches angeleitet und regelmäßig beraten. Damit es auch Mütter und Väter aufs Laufband schaffen, gehört Gratis-Kinderbetreuung im „Trampolino“ mit zum Service. Und Angehörige der APD-Mitarbeiter können vergünstigt mittrainieren.

MediTÜV statt Betriebsarzt
Wer wann wieviel hantelt, läuft oder strampelt, das will die APD gar nicht wissen. An der Pastoratstraße setzt man auf Langzeitwirkung und hofft, möglichst vielen Mitarbeitenden eine INJOY-Mitgliedskarte in die Hand drücken zu können. Spätestens beim Gesundheitscheck, dem sich Pflegekräfte alle zwei Jahre unterziehen müssen, werden die Ergebnisse sichtbar werden. Auch hier geht die APD neue Wege. Die leicht antiquierte Institution des „Betriebsarztes“ wurde zugunsten von mehr Professionalität und Privatheit bereits vor einiger Zeit abgeschafft. Die APD kooperiert dazu mit dem MediTÜV, einem hochmodernen arbeitsmedizinischen Kompetenzzentrum des TÜV Nord, bei dem die Pflegekräfte ihre Termine in Eigenregie und größtmöglicher Privatheit organisieren.

Bestandteil der Unternehmenskultur
Der breit aufgestellte Kick off zeigt: Die 2017 gestartete APD-Initiative „Fit durch den Job“ soll keine Eintagsfliege sein. Sie wird in den kommenden Jahren mehr und mehr zu einem festen Bestandteil der APD-Unternehmenskultur werden, sagt APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau. Dem Ideenreichtum der Kreativteams sind schon jetzt keine Grenzen gesetzt: In der Planung sind die Ausbildung von betrieblichen Sucht- und Diabetesberatern sowie Entspannungskurse und Betriebsreisen.

Mitarbeiterzitate:

Sabrina Polaschek, (34) Mutter von Luis (4):
Pflegekraft ambulante Pflege Team Süd
Ich bin sehr überrascht, dass wir kostenfrei trainieren dürfen und unsere Partner vergünstigt. Das muss ich sofort meinem Lebensgefährten erzählen. Ich habe wegen eines akuten Bandscheibenvorfalls gerade neun Wochen nicht arbeiten können und bin erst seit drei Tagen wieder am Arbeitsplatz. Da kommt dieses tolle Angebot wie gerufen, denn ich habe schon lange über ein solches Training nachgedacht. Durch die Kinderbetreuung kann ich sogar meinen Luis mitnehmen!

Lisa Zapatka (20)
Auszubildende zur Altenpflegerin
Ich bin zwar noch jung, habe aber wegen einer Skoliose schon jetzt starke Rückenprobleme. Der Arzt hat mir Rehasport empfohlen, und ich war schon kurz davor, mich in einem anderen Studio anzumelden. Das brauche ich ja jetzt nicht mehr, darüber freue ich mich.

Lisa Maria Niemczyk (29)
Teamleiterin Pflege in Demenz-WG „Leben in Sutum“
Das Angebot ist super. Ich hatte bereits einen doppelten Bandscheibenvorfall und habe sofort einen Termin beim Fitness-Coach gemacht. Weil ich keine Lust hatte, mich in Massen-Studios beim Training so zur Schau zu stellen, habe ich mich bisher nie angemeldet. Hier im Schalker Sportpark ist die Atmosphäre völlig anders. Ich freue mich schon, wenn es nächste Woche losgeht.

Lukas Bembenek (22)
Auszubildender zum Altenpfleger
Die Arbeit in der Altenpflege ist körperlich wirklich anspruchsvoll, das habe ich in den drei Jahren meiner Ausbildung gemerkt. Mein Rücken zwickt mittlerweile auch schon mal. Das großzügige Angebot, hier kostenfrei trainieren zu können, nehme ich gern an, so kann ich schlimmeren Schäden rechtzeitig vorbeugen.