Nah am Leben: APD bildet ab 2. Mai wieder Alltagshelfer für Wohngemeinschaftshäuser aus

Neue Wohnform – neue Chancen: Die APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH sucht Alltagshelferinnen und Alltagshelfer für ihre Wohngemeinschaftshäuser In den WGs mit Betreuungsleistungen ist der Bedarf an zusätzlichen Betreuungskräften groß. Die soziale Betreuung von Menschen insbesondere mit Demenz nimmt einen immer wichtigeren Platz neben der professionellen Pflege ein. Der nächste Qualifizierungskurs beginnt am Dienstag, 2. Mai. Neue Bewerbungen sind willkommen.

Die Tätigkeit des Alltagshelfers – auch Concierge genannt – bietet große Chancen für Quer- und Neueinsteiger in die Pflege. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen hat die Weiterbildungsakademie des Fachverbandes wig Wohnen in Gemeinschaft NRW deshalb ein landesweit einzigartiges Teilzeit-Qualifizierungsangebot entwickelt, das Interessenten ohne spezielle pflegerische Ausbildung in drei Monaten auf die Tätigkeit als Concierge in den WGs vorbereitet. 31 Arbeitssuchende nahmen Ende März im BerufsInformationsZentrum (BIZ) am APD-Bewerbertag teil, 27 von ihnen füllten spontan eine Quickbewerbung aus. APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau freut sich über das Rieseninteresse: „Das ist Rekord!“ Schon vor Veranstaltungsbeginn war der Vortragsraum im BIZ Gelsenkirchen gut besetzt. 31 Interessierte, darunter fünf Männer, waren gekommen, um sich über die Tätigkeit als Betreuungskraft in Wohngemeinschaften zu informieren. Einige waren arbeitslos gemeldet, andere wollten in den Beruf zurückkehren oder suchten in der zweiten Lebenshälfte eine neue Tätigkeit im Bereich der Altenpflege. „Die Arbeit als Alltagshelfer oder Concierge erfordert ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz und Belastungsvermögen“, sagt Marina Schack, die bei der APD verantwortlich für den Bereich Ambulant betreute Wohngemeinschaften ist. „In einer WG arbeitet man nah am Leben. Dafür zählen Herzlichkeit, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen. Schulische Leistungen interessieren uns zunächst weniger.“

Betreuen und begleiten
Die Versammlung hört aufmerksam zu, als Marina Schack das Aufgabenfeld der Alltagshelfer skizziert: „Conciergen sind zu Gast in den Wohngemeinschaften. Wir erziehen die uns anvertrauten Menschen nicht, wir betreuen und begleiten sie.“ Sie unterstützen zum Beispiel bei der morgendlichen Auswahl der Kleidung. Sie organisieren die Freizeitgestaltung der WG-Mieter und pflegen den Kontakt zu den Angehörigen. Sie begleiten die Zubereitung der Mahlzeiten und unterstützen die examinierten Pflegekräfte, zum Beispiel bei der Vermeidung von Stürzen oder der Nutzung von Hilfsmitteln. Fadime Polath (45) meldet sich spontan zu Wort: „Ich habe gerade zwei Wochen lang ein Praktikum in der APD-WG Rheinelbepark absolviert, dort gefällt es mir sehr gut. Als Mutter von drei Kindern kenne ich mich in Familienmanagement gut aus, eine richtige Ausbildung habe ich aber nicht.. Deshalb möchte ich die Qualifizierung der Alltagshelferin beginnen. Die Arbeit ist abwechslungsreich. Und wenn man sie gut macht, arbeitet man mit glücklichen Menschen zusammen.“

WG im Praktikum kennenlernen
Die neue Qualifizierungsmaßnahme dauert drei Monate. Sie umfasst 160 Stunden theoretischen und 160 Stunden praktischen Unterricht. Die Themenschwerpunkte werden von erfahrenen und gut ausgebildeten Praktikerinnen aus den vier bestehenden APD-Wohngemeinschaftshäusern geleitet. Praktikumseinsätze in den WGs gibt den angehenden Alltagshelfern die Möglichkeit, das Leben dort kennenzulernen und das Erfahrene in Theorieblöcken zu vertiefen. Wer wissen will, ob die Concierge-Tätigkeit überhaupt das richtige ist, kann schon vor Beginn der Qualifizierung in die APD-Arbeit „hineinschnuppern“.

Ein Gewinn für alle Beteiligten
Wer regelmäßig teilnimmt und zwei kleinere Prüfungen absolviert, erhält nicht nur ein Zertifikat, sondern auch gute Chancen auf einen Arbeitsplatz zum Beispiel im neuen APD-Wohnprojekt „Leben auf Graf Bismarck“, das nach Rheinelbe, Schaffrath, Sutum und Rotthausen im Sommer mit drei weiteren Wohngemeinschaften seine Tore öffnen wird. Dirk Schotter vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur schätzt die Zusammenarbeit mit der APD: „Diese Veranstaltung ist ein Gewinn für alle Beteiligten: die Arbeitsagentur, die APD und die Arbeitssuchenden. Bei der APD besteht eine hohe Vermittlungsschance, der Arbeitssuchende erhält eine qualifizierende Weiterbildung und die Aussicht auf ein unbefristetes Anstellungsverhältnis.“ Alltagshelfer werden zudem nicht nur in Wohngemeinschaften eingesetzt, sondern auch in den ambulanten Diensten oder in stationären Einrichtungen.